Das Feuer, das brennt

Es geht eine unglaubliche Welle des Erwachens durch das kollektive Bewusstsein und es rüttelt an den existentiellsten Themen in diesen Tagen, Wochen und Monaten. 

Ja, es ist ein sehr intensiver Prozess gerade und ein Loslassen, ein Abschied auf so vielen Ebenen.

Was geht, was bleibt? Trennung, Tod, Freigeben egal welcher Art, ob Beziehungen, Haus oder Geld – es nimmt nur beim Einzelnen andere Formen an. 

In der Tiefe geht es um die Erlaubnis "da sein" zu dürfen – wer dies gefühlt nie so erfahren hat, weil einfach die Unterstützung bei vielen sensiblen, empathischen Seelen gar nicht da war, da sein konnte – und um dieses Gefühl der absoluten Verlassenheit und den tiefen Schmerz, der damit verbunden ist. Ein Gefühl von Bodenlosigkeit. 

Körperlich spürst Du vielleicht einen wiederkehrenden Schmerz oder Druck auf dem Herzen. Du schläfst in manchen Momenten tief, fast komatös, als gäbe es kein Morgen und wachst dafür in der Nacht – kein Rhythmus mehr im „herkömmlichen Sinne“. Alte Symptome in Gelenken, Muskeln und Organen, die schon lange verschwunden schienen, melden sich erneut ganz plötzlich. Dein Hormonaushalt (auch bei Männern im Übrigen) spielt ohne erklärlichen Grund verrückt. Dein Körper verändert sich generell, ohne dass Du noch gefühlt Einfluss darauf nehmen könntest, d.h. keinen „Regeln“ mehr folgend.

Kennt Du das?

Du bist nicht alleine, schöne Seele, mutiges Herz, erwachender Geist.

Es mag sich manchmal sehr einsam anfühlen, selbst wenn Du viele Menschen um Dich hast. Deine Struktur bröckelt und das, was Dir jahrelang Halt und Sicherheit gegeben hat, löst sich auf vor Deinen Augen wie ein Vorhang, der plötzlich von der Schwerkraft nach unten gezogen wird und fällt.

Was bleibt? 

Da stehst Du nun. Nackt und verletzlich. Nicht wissend, wohin. Wo ist oben, wo ist unten. Was hat überhaupt noch Bestand? 

Es scheint als hätte Dein Navigationssystem versagt. Dein Verstand, dieser sonst so zuverlässige, vertraute Wegbereiter kann nichts ausrichten, egal wie Du Dich auch bemühst. Und das im Raum des Unbekannten. Das macht in der Tat Angst. 

Auf der einen Seite, und das kannst Du vielleicht auch schon spüren, ist da diese ungeahnte Expansion in einen Dir bisher unzugänglichen Raum. 

Auf der anderen Seite ein Infrage stellen all dessen, was bisher war – Du warst, dachtest, glaubtest zu sein: Die herbe Erkenntnis also, dass Du auf der Suche nach Wahrheit, nach Dir selbst, nach dem, was wirklich ist, möglicherweise einer falschen Spur gefolgt bist.

Doch noch einmal die Frage:

Was bleibt?

Verweile da einen Moment. Genau an diesen Punkt.

Spüre da hin, mit allem dem Schmerz und der Verzweiflung, die auch da sein mag. Doch vielleicht kannst Du noch etwas anderes wahrnehmen, etwas, was nicht geht, etwas was Dir näher ist als nah. 

DAS ist es, was Dich zu Dir holt. Es ist Dein zu Hause.

Kannst Du neben der Verletzlichkeit, und wenn nur ganz zaghaft, auch die Kraft wahrnehmen? 

Es ist das Feuer, das brennt. Das verbrennt, was nicht (mehr) zu Dir gehört und gebiert, was geboren werden möchte. Aus Dir und Deiner Wahrhaftigkeit. 

Verweile da. Es ist Dein zu Hause. ❤️

Ich sehe Dich! 

Ich liebe Dich!

Tina

 

All texts that I share are based on my own experiences and/or of the people I work with.
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Love, Tina


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TINA GUTHKNECHT
Curator | Art Scientist | Intuitive Coach | Author

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