Energy Tune UP April 2017 – Chaos und Manifestation

(For the English version view separate blog entry.)

Dies ist eine besondere Zeit, um in Dein geweitetes Selbst hineinzuwachsen – und darüber hinaus. Wie geschieht das für uns hier auf Erden? – Durch Manifestation! Ein Widerspruch? Keineswegs!

Ein Hineinwachsen heißt in allererster Linie in diesen Wochen mehr und mehr – mit Übung und Vertrauen – die Spiele des Geistes zu durch- und übersteigen. D.h. ein Gespür dafür zu entwickeln, wann ein Gefühl permanent reproduziert wird, weil es über die Gedanken entsteht und immer wieder erneuert wird – sei es durch die Geschichte darüber, die Befürchtungen in der Zukunft oder das vermeintliche Unheil, was damit in der Vergangenheit verbunden ist. Oder ob es wirklich um das Fühlen von ganz primären Gefühle im gegenwärtigen Augenblick geht. Wenn Dir jemand weh tut, dann ist da ein Schmerz. Diesen Scherz zu fühlen, zuzulassen bis er ausgefühlt ist, was in der Regel nur ein paar Minuten dauert, ist außerordentlich wichtig. Leidvoll wird es dann, wenn die Gedankenspirale im Kopf einsetzt mit selbsterzeugten Trancen wie z.B. „ich schaffe das nicht“, „ich kann das nicht“, „wie oft mir das schon passiert ist“ oder „was hätte ich alles anders machen können“, etc.

Leider sind wir gesellschaftlich und familiär oft so konditioniert, dass grundsätzlich solche Gefühle, die als negativ bezeichnet werden wie Wut, Angst, Trauer, Schmerz (also schwach sein zu dürfen) am besten gar nicht da sein sollten – das „entspricht nicht dem Bild“, das Du vielleicht von Dir hast oder welches Du gelernt hast zu erfüllen – und deshalb weichen wir ihnen aus. Dieser Widerstand führt jedoch nur dazu, dass sie nicht richtig abfließen können. Es geschieht im Grunde das Gegenteil von dem, was der Widerstand vermeintlich bewirken soll – das, was wir „nicht haben wollen“, verschwindet dadurch nicht, sondern wird durch die andauernde Energie, mit der es unterbewusst versorgt wird, erst so richtig groß und blockierend! Ist nun der Widerstand einmal da, dann geht es in einem ersten Schritt darum, diesen Widerstand zu fühlen, um dann überhaupt erst das eigentliche, darunterliegende Gefühl wahrnehmen zu können.

Es kann keine Lösung sein, sich in der Meditation auf das Nichts zu konzentrieren oder so zu tun, als wären Gedanken nicht da, wenn Du dann aus der Meditation auftauchst und von Deinem eigenen Gedanken überwältigst wirst. In dieser Zeit geht es in der Tiefe und vollen Klarheit darum, zu verstehen, was Du mit Dir selber machst. Ein neuer Umgang mit Deinem Geist wird ausschlaggebend sein für Deine ganz persönliche Entwicklung und auch für die Entwicklung unserer Gesellschaft an sich. Das ist eine Form von Selbstermächtigung und der Unterschied zum Opferdasein, wenn man sich den Dingen wie ausgeliefert fühlt. Es ist eine Zeit, in der wir sehr wohl innerlich mit oder an uns „arbeiten“ können, Abgespaltenes integrieren dürfen – und wählen, wirklich wählen, in welcher Art und Weise wir mit Dingen umgehen möchten. Sonst wären wir alle in einer anderen Zeit oder in anderen Umständen geboren, wo das Wichtigste im Moment die Sicherstellung der menschlichen Grundbedürfnisse ist, wie Brot, Wasser, Hygiene und ein einigermaßen Dach über dem Kopf. So geht es parallel vielen Menschen auf der Erde und auch unsere Vorfahren hatten eine andere Aufgabe als wir. Es relativiert vieles, wie ich finde, und selbst, wenn die Herausforderungen beim Einzelnen manchmal alles andere als einfach sind, ist das Erleben dieser Zeitqualität und dieser fundamentalen Umbrüche im menschlichen Bewusstseinsspektrum ein unglaubliches Geschenk und Privileg. Demut, Dankbarkeit und zuweilen völlig grundlose, unbeschreibliche Glückseligkeit sind ihre besonderen Boten!

Was feiern wir eigentlich an Ostern, außer dass wir bunte Eier suchen?

Ich möchte das gerne einmal beleuchten, und zwar ausdrücklich in einem nichtreligiösen Sinne, vielmehr im Hinblick eines erweiterten Bewusstseins.

Nach der Überlieferung feiern wir an Ostern den Tag der Auferstehung. Jesus von Nazareth, der als einfacher Mensch auf die Welt gekommen war, gab sich in völligem Vertrauen hin an das, was größer ist als er. Und das bedeutete keineswegs, dass er frei war von Gefühlen, von Schmerz oder auch von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, als er da am Kreuz hing und nichts mehr wusste, zu sagen als „mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“ Bedingungslose Hingabe und vollkommenes Vertrauen ist das, für was Christus am Ende steht und wodurch er sein begrenztes gedankliches Sein erlöst hat. Indem man nicht ändern möchte, was ist bzw. das, was man verändern kann, verändert und das, was man nicht verändern kann, annimmt, kann Auferstehung (Ostern!) geschehen. Das bedeutet Christusbewusstsein. Es ist in uns allen angelegt und wir dürfen uns in dieses hinein entfalten. Auch wenn das manchmal bedeutet, erst auf den Grund zu gehen, um dann von Grund auf aufzusteigen.

In der Hingabe liegt der Schlüssel zu allem.

Es ist dieses Bewusstsein, was Menschen, die erwacht sind, wie z.B. Jesus, Buddha, Martin Luther King, Sokrates, Krishnamurti, Laotse, Rumi oder Rainer Maria Rilke, u.a. miteinander verbindet. Das sind wohlgemerkt keine Götter, die nicht auf Erden waren, sondern es sind Menschen, die ihr Leben hier als Menschen gelebt haben. Es gab mit Dag Hammarskjöld in den 50er-Jahren sogar einmal einen UN-Generalsekretär und posthumen Friedensnobelpreisträger, der erwacht war, dessen Gedenkstein die Inschrift trägt – „Nicht ich, sondern Gott in mir“. Erwachen ist also nicht nur etwas für Götter oder „besondere Personen“. Erwachen ist nicht einmal etwas, was geschieht. Du bist Liebe, Leere und Bewusstsein, und Gott ist im Falle nur ein Wort für viele.

Es kann sich in den nächsten Wochen so anfühlen, als würdest Du in wirbelartigen Bewegungen förmlich schubweise nach vorne katapultiert werden. Das Über-sich-hinaus-steigen ist essentiell verknüpft mit Chaos, was auch energetisch durch mal mehr, mal weniger intensiv wirbelnde geomagnetische Stürme erzeugt wird, die vermehrt in diesen Wochen auftreten. Du wirst womöglich starke Schwankungen erleben zwischen müde und erschöpft, was sich jedoch nicht zieht, und dann ebenso schnell auch wieder klar, frisch und vollkommen da. Das hat u.a. damit zu, dass unsere, insbesondere sensible Organismen mit dem extremen Gefälle zwischen niedrigen und hohen Energiefrequenzen zurechtkommen müssen. Es liegt auch eine gewisse (An)Spannung in der Luft, die Du vielleicht schon in den letzten Tagen besonders spüren konntest – bei Dir und anderen! All diese Phänomene gehören zusammen, dürfen da sein, und es geht darum, sie so zu nehmen, wie sie sich zeigen. Und nicht, wie wir uns vorstellen, dass sie zu sein haben. Es ist das Chaos, das in einem Moment alles durcheinanderbringt, um es neu zusammenzusetzen. Wie bei einem Hologramm, was die Dimensionen erweitert, gewährt es uns auch ganz andere Blickwinkel über uns selbst. Dann wird wieder alles durcheinandergewirbelt und setzt sich neu zusammen, und dann wieder, usw. – so kann der Mensch in seinem Bewusstsein begreifen, dass er all das ist – und gleichzeitig nichts davon. Befreiend!

Doch setzt es uns, als Erdenbürger, mehr denn je in die Verantwortung, bewusst zu kreieren. Und „Erden“ bedeutet auch Einschränkung/Grenzen. Sich einzuschränken, beängstigt manche Menschen und gerade für Vielbegabte ist es durchaus eine große Herausforderung, doch ist es ein schöpferisches Grundprinzip. Sich zu beschränken ist alles andere als negativ. Grenzen erzeugen ein Gefäß, in dem sich Energie sammeln und zur Materie verdichten kann. Wähle einen klaren Fokus (das kann ganz im Stillen geschehen) und – im Bewusstsein unbegrenzter, unendlicher Möglichkeiten – finde einen Rahmen für Dich. Dies ist essentiell, wenn wir als Menschen etwas „auf die Erde bringen“ möchten.

Es gibt einen deutlichen Shift innerhalb diesen Monats um die Mitte, um den 10./11. herum (was auch den Vollmond markiert). Die Geschwindigkeit wird sich ganz allgemein nochmal verstärken, auch in Richtung Manifestation, und zwar immer nachhaltiger in der Richtung, die Du für Dich entscheidest. Entscheidest Du Dich für den Widerstand oder entscheidest Du Dich für das Leben in all seinen Facetten? Alles ist getragen im Sinne eines Höheren, heute tatsächlich erfahrbarer als jemals zuvor – darauf kannst Du vertrauen, und in diesem Geiste wachsen. Situationen, die wie universell geführt erscheinen, werden auch in kleinsten Momenten immer deutlicher in Dein Bewusstsein treten. Du bist ein Kind DIESER Zeit, sonst wärst Du zu einem anderen Zeitpunkt geboren, wenn Du, ja Du, nicht auch eine wichtige und wundervolle Aufgabe hättest in diesem ganzen Spiel.

Gehe den Weg anhand von etwas, was für Dich greifbar, nah, wertvoll ist, was Du manifestieren möchtest. Sei es, dass Du ein Projekt ins Leben rufen möchtest oder eine Wohnung finden, einem bestimmten Aspekt hinsichtlich Deiner Gesundheit nachgehen oder einen Beziehungsaspekt (auch zu Dir selbst) anders erproben – was auch immer Du Dir vornehmen willst, was für Dich gerade Relevanz hat. Es ist ein außerordentlich wichtiger Monat, um Dein geistiges Wachstum anhand einer praktischen Sache zu durchleben. So kannst Du Dir wirklich am Anfang ein Vorhaben wählen (oder wann immer Du diese Zeilen liest, nimm’ es Dir, wenn Du möchtest, als Inspiration für einen Beginn), und Dir tatsächlich einmal eine durchgängige Zeitspanne von 21 oder 30 Tagen erlauben, um mit dieser Sache „zu gehen“. Das können Themen sein, die Du schon eine Weile mit Dir rumschleppst, wo Du nicht so richtig den Elan (oder den Mut) hattest es anzugehen – etwas, wo es auch eine Form von Dranbleiben benötigt. Es können aber auch Dinge sein, an denen Du bereits lange dran bist, wo Du jedoch aktuell das Gefühl hast, als würde Dir auf halbem Wege oder der Zielgeraden wie die Puste ausgehen, das Durchhaltevermögen manchmal am seidenen Faden hängen bzw. auf eine harte Probe gestellt sein.

Bleib’ dabei!!! Es lohnt sich!

Du kannst alles am Ende wieder verwerfen, doch schau’ einfach mal, was passiert! Beobachte Dich, wie Du in welchen Situationen damit umgehst. Was haut Dich raus, wann bist du bei Dir, mit wem, wo? Ein impulsives Handeln, was in einem Moment das hervorbringt und im nächsten Moment jenes, hat nichts mit Spontanität und Intuition zu tun. Alles lässt sich immer wieder ändern, aber für einen unruhigen Geist – und wessen Geist ist nicht zuweilen unruhig :) – mag in diesen Wochen in einer geduldigen, stetigen Erprobung ein besonderes Geschenk liegen, in zweierlei Hinsicht: Einer Manifestation in der physischen, äußeren Welt und einer inneren Erfahrung, die größer ist als das und aus der letztendlich alles geboren wird.

 

Ich wünsche uns allen einen wundervollen Monat!

 

In Liebe,

Tina.

 

Für Informationen zu Einzelsitzungen, Mentoring und Terminen vor Ort, via Skype oder Telefon könnt Ihr mich gerne anrufen mobil unter +49 179 4600153 oder Ihr schreibt eine Email an mail@tinaguthknecht.com

Ich freue mich auf Dich! 

PS: Ich würde mich sehr freuen zu erfahren, was Euch beim Lesen des ETUP bewegt. Berührt es etwas in deinem Leben? Schreibt und teilt gerne Euren Kommentar, hier oder auf meiner Facebook Seite. Es ist auch für mich schön, auf diese Art mit Euch allen in Verbindung zu sein! 

TINA GUTHKNECHT
Intuitive Coach | Autorin

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