Energy Tune UP Juni 2016 – Häutung und Erneuerung

(For the English version view separate blog entry.)

Was heisst eigentlich Transformation?

Ich erlebe es sehr oft in meiner Arbeit mit Menschen, dass sie im Außen sehr viele Dinge verändern, doch dass das Innere häufig noch gar nicht nachgekommen ist, um wirklich in Einklang mit dem Äusseren zu schwingen. Trennung, Abschied, Auszug, Umzug – all das kann vollzogen sein, doch dies bedeutet nicht, dass es auch auf Seelenebene bereits angekommen ist.

Dieser Monat lädt dazu ein, viel Zeit mit sich selbst zu verbringen!

Es geht darum, dass Innere wahrhaft zu integrieren und ich möchte gerne einen Blick darauf werfen – auch in Anbetracht der markanten astrologischen Konstellationen in diesen und den vergangenen Wochen, bei denen jeder sagt „um Gottes willen, alles ist rückläufig“! Was können wir für uns Positives daraus gewinnen? Es lohnt sich, genauer hinzusehen – vor allem hinzuspüren!

Solche Phasen wie wir sie aktuell in so konzentrierter Form erleben, sind Zeiträume, die zu einer bewussten Innenschau auffordern. Sie sind bahnbrechend dafür, eine andere, neue Dimension des Vertrauens in uns zu entwickeln.

Wenn etwas auf der Gefühlsebene noch nicht aufgelöst wurde, versuchen wir es oft im Außen zu kompensieren. Mit der aktuellen Zeitqualität kann es sich jedoch so anfühlen, als seinen uns manchmal wie unsichtbar die Füsse oder Hände gebunden, ein Vorwärtsgehen, verbindliches Erschaffen oder Umsetzen irgendwie behindert. Hast du das Gefühl, dich im Kreis zu drehen, ohne irgendwo hin zu gelangen? Tust du gefühlt zwei Schritte nach vorn und fünf zurück? Sei getrost: Es ist keine Behinderung! Es ist der natürliche Impuls, Innen und Aussen in Gleichklang zu bringen, in deine Ganzheit zu kommen (im Sinne von Heilung – ganz bist du ohnehin immer), um von dort aus eine Ebene weiter, tiefer zu gehen.

Es ist das Bild von der Häutung einer Schlange. Schlangen wachsen ihr ganzes Leben. Da ihre Haut jedoch nicht mitwächst, streifen sie diese ab; sie ist zu klein geworden. So legen sie förmlich das alte Kleid ab oder kriechen aus ihm heraus. Schicht um Schicht. Und sie tun dies mehrmals im Jahr. Das Interessante ist, dass für die Häutung und das Wachstum, Rückzugsmöglichkeit, Stille, für Schlangen sehr wichtig sind. Vor der anstehenden Häutung verlieren sie ihren Glanz, die Augen werden trüb und sie können nervös werden, defensiv oder aggressiv. Der Mensch würde dies sofort mit seinen Bewertungen und Urteilen versehen – das ist negativ oder schlecht! Ja, wir haben ein bestimmtes Bild davon, was Glück bedeutet, was Wachstum ist oder ein Festmahl. Doch was ist, wenn Schmerz oder Traurigkeit grandiose Geschenke sind? Ebensolche Geschenke wie Freude und Glückseligkeit, weil sie der Zugang, der Kanal zu etwas weitaus Größerem, Weiteren sein können, als alles, was bisher in deiner Vorstellungskraft lag.

Sicher, der Prozess ist nicht immer leicht, weil damit wie eine Art kontinuierliches Sterben verbunden ist. Das Sterben all der Bilder, die wir über uns haben, unserer Ideen und Konzepte, auch unserer alten Weltsicht; es kann unsere Beziehungen betreffen oder unseren Beruf – das Leben, in der Form, in der wir es gelebt haben, existiert dann nicht mehr. Ich kann mich noch so sehr mit den Dingen beschäftigen, die hinter mir liegen oder mit den Sachen, die vor mir liegen, der Schlüssel zu allem ist die Annahme dessen, was jetzt ist, in diesem Moment. Das kann auch der Widerstand gegen ein bestimmtes Gefühl sein. Dann ist es wichtig, diesen Widerstand zu fühlen. In der Annahme dessen, was ist, löst sich das Gefühl auf. Manchmal fällt es schwer – das Gefühl erscheint zu groß – den Raum dafür alleine aufzuspannen. Sich in so einem Fall Unterstützung zu holen, ist genauso entscheidend, und hat mit Sich-Zeigen zu tun. Wir müssen nicht alles alleine schaffen, auch wenn wir den Weg am Ende alleine gehen.

Es ist wichtig – dadurch, dass die Herausforderungen und Konfrontationen teilweise sehr ursächlich sein können in diesem Monat – immer wieder in die gedanklichen Atempausen zu kommen. D.h. nicht sofort zu (über)reagieren, sondern sich selbst die Zeit zu geben (und zu nehmen!), die Dinge anzuschauen und ehrlich mit sich zu überprüfen. Schreiben ist oftmals ein hilfreiches Instrument! Stell’ dir ein ums andere Mal die Frage: „Was ist wirklich meine Motivation hinter einem bestimmten Wunsch oder Tun?“ Die Öffnung, die zu dir selbst führt, bist du selbst ­– dein Herz, deine Intuition. Der Zugang hierzu ist das Bewusstsein, das zwischen den Worten schwebt. 

Wir drücken viele Dinge oft weg, aus Angst vor den Konsequenzen. Das wird uns in diesem Monat wahrscheinlich nicht so leicht gelingen. Es ist bei diesem ganzen Prozess sehr wichtig auf die Körpersensationen zu achten – wo zieht es dich hin und wo nicht. Vielleicht kommt dabei eine Antwort in dir auf, die dein ganzes System auf den Kopf stellen würde. Dann hast du zwei Möglichkeiten – entweder du reagierst wie gewohnt oder du sagst z.B. einmal „NEIN! Heute nicht. Vielleicht ein andermal.“ Das sind die Meilensteine oder Kreuzungen, die uns immer tiefer führen, weil sie verwurzelt sind im Leben! Weil es keine Theorie ist, die du in einem Buch liest, irgendwo lernst oder dir in einem geschützten Seminarraum aneignest, sondern es sind die Erfahrungen, die das Leben selbst dir zeigt, die du dir konkret erarbeitest, mit denen du dich auseinandersetzt – das ist echte Selbstliebe und in seiner Essenz ein sehr schöpferischer Prozess. Schöpfung kann nicht im Widerstand zur aktuellen Situation entstehen. Es geht darum, dein Herz zu leben und dich zu zeigen – DAS ist ungeheure Transformation!

Und selbst wenn (immer noch fast) alle Planeten rückläufig sind, du dich in manchen Momenten wie ausgeknockt oder völlig kraftlos fühlst (auch dem darfst du dich hingeben!) oder du in einigen Situationen oder Interaktionen buchstäblich das Gefühl hast, dir wird „die Haut über dem Kopf abgezogen“, so wisse trotzdem eines: Es gibt kaum etwas Heilsameres, als – und sei es ganz im Kleinen – in DEINE Tatkraft zu gehen. Das zu tun, wonach dein Herz sich sehnt, und DAS umzusetzen. Gleichzeitig ist es das Radikalste, was es gibt, denn es führt dich am schnellsten und direktesten zu dir selbst und zu all den Schatten, Ängsten, negativen Gefühlen, die wir normalerweise weghaben wollen. In uns gibt es einen ganz feinen Sensor. Wenn er auch manchmal noch sehr leise ist und daher leicht zu überhören, doch wissen wir, wann etwas mit unserem Herzen übereinstimmt. Wenn wir das tun, was wirklich unserem Herzen entspricht, dann harmonisiert sich unser gesamtes Feld – alle Ebenen – physisch, emotional, geistig, energetisch, spirituell.

Im Hinduismus ist Shiva – als einer der drei Hauptgötter – der Gott der Zerstörung oder, anders gesagt, der Gott der Transformation, der Erneuerung! Eines seiner Attribute ist die Schlange, die um seinen Hals gewickelt ist. Sie ist das Symbol der Heilung und der ursprünglichen Energie. Transformation führt dich von einer Dimension in die nächste. Und so wird kurz vor der eigentlichen Häutung die Haut der Schlange wieder glatter und die Augen klarer!

Willkommen im Leben! Was für eine wunderbare, aufregende Reise! Und was für eine besondere Zeit, die wir erleben dürfen, weil sie uns – wie jede Zeitenwende – dazu anhält, unsere eigenen Begrenzungen hinter uns zu lassen, über uns hinaus zu wachsen, uns ganz neu zu entdecken und zu erfahren.

Und am Ende – ob rückläufig oder direkt spielt keine Rolle – verbirgt sich darin und ist gleichzeitig immer schon da: Nach Hause kommen!

 

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Monat!

LOVE,
Tina.

 

TINA GUTHKNECHT  
Intuitive Coach | Autorin

www.tinaguthknecht.com

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TINA GUTHKNECHT
Intuitive Coach | Autorin

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