Energy Tune UP November 2016 – Hingabe und Selbstermächtigung

(For the English version view separate blog entry.)

Intensive Zeiten, nicht wahr?

Es ist ein bisschen wie ein Flirren in der Luft. Ein Flirren der Anspannung. Alles spitzt sich energetisch gerade derart zu und wenn Du besonders feinfühlig bist, dann kann es sich anfühlen als wärest Du zuweilen wie in einem Schraubstock eingeklemmt. Es finden aktuell so umfassende kollektive Umwälzungen des Unbewussten statt und das Aufeinanderprallen von bereits sehr feinstofflichen Energien mit den noch sehr grobstofflichen, alten kollektiven Glaubens- und Gedankensystemen kann zusätzlich zu Deinen eigenen inneren Prozessen die aktuelle Situation stark intensivieren.  

Wisse einfach darum und sei mehr denn je nachsichtig mit Dir, wenn die Dinge nicht in der Art oder in dem Tempo vonstattengehen, wie Du es Dir wünschst.

Das vorab!

Ja, wir werden gerade ausgepresst bis auf unser Innerstes. Es ist eine Zeit, in unsere tiefsten Tiefen hinein zu spüren. So, als würde sich auch fast die Frage der Wahl gar nicht mehr stellen. Die Zeitqualität erlaubt wie kein Entkommen mehr.

Und das ist gut so!

Physisch kann es sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen – Schwindel, Ohnmachtsanfälle, ein Druck auf dem Herzen oder in den Ohren, und im Magen-Darm-Bereich zieht sich entweder alles zusammen oder bläht sich auf wie eine Kugel.

Der November ist ein Monat, der uns auf sehr schnörkellose, ungeschönte Art und Weise herausfordert, ehrlich mit uns zu sein. Das bedeutet manchmal tief hinab zu steigen, um sich in seinen eigenen Mechanismen zu erkennen. So, als würdest Du in ein altes Verlies hinabsteigen und da findest Du auf der einen Seite voller Staunen Dinge, von denen Du gar nicht wusstest, dass sie in Dir stecken; Du freust Dich über Verschiedenes, was Du wiederentdeckst und auf der anderen Seite sind da so einige staubverhangene Exemplare, bei denen Du am Liebsten wegsehen oder sie gar nicht erst anfassen möchtest. Ja, mitunter gefällt einem gar nicht, was man da sieht! Um so besser. Hol’ es raus. Jetzt ist die Zeit, Dir selbst in eine andere Richtung zu geben. Das heißt zuweilen leider auch ein wenig „Arbeit“ – „Schattenarbeit“. Doch es ist lohnend!

Und weißt Du was – Deine Schatten sind gar nicht schlimm. Du darfst Dich Ihnen liebevoll zuwenden. Es wird, im Gegenteil, dann erst schlimm, wenn wir so tun, als gäbe es sie nicht. Dann laufen sie unbewusst auf Autopilot und Du bist ein Magnet für das, was Du eigentlich nicht mehr willst in Deinem Leben, weil Du es aussendest, ohne Dir dessen oftmals wirklich gewahr zu sein.

Wir sind als Menschen hier, wir leben in diesem Organismus und gelebte Spiritualität bedeutet nicht, zu versuchen, aus Angst, aus Kontrollverlust alles gut machen zu wollen, immer nützlich zu sein. Die wohl spirituellste Aufgabe ist es, der zu sein, der DU bist. Es ist unser eigener Perfektionismus und es sind unsere – in den meisten Fällen tatsächlich selbstauferlegten Ideen, wie wir sein sollten – die eine enorme Anspannung und einen inneren Druck verursachen. Es ist ok, wütend zu sein. Und es ist ok, ein klares Nein zu äußern; seinen Raum einzunehmen, Grenzen zu ziehen. Bedingungslos zu sich selber zu stehen, ist wohl das Wichtigste in diesen Tagen.

Möglicherweise hattest du schon, insbesondere seit den letzten beiden Wochen im Oktober das Gefühl, nochmal auf eine derartige Weise mit alten Mustern konfrontiert worden zu sein – so, als hätte sich nichts in Deinem Leben verändert oder bewegt. Da mag Einiges an Verzweiflung (gewesen) sein in diesen Tagen, an Tränen und an Schmerz. Und vor allem an Widerstand gegen all diese Gefühle, „die man einfach nicht mehr haben möchte“. So oder vielleicht ähnlich?

Dies ist eine der hartnäckigsten Methoden und kniffligsten Fallen des Ego, denn es will seine Felle nicht davon schwimmen sehen. Das Ego wehrt sich gegen Deinen Prozess, denn es möchte die Macht behalten. Es möchte gewinnen und alles, was zu mehr Bewusstsein führt, was den Menschen mehr in seinen wirklichen Seinszustand bringt, nimmt dem Ego die Macht.

Der Schlüssel zur Ganzheit liegt hier zum einen in der liebevollen Annahme dessen, was ist. Indem Du den jetzigen Moment annimmst, gibst Du Dich hin. Das ist das Tor zu einer tiefen Realität/Wahrheit darunter.

Oft werde ich gefragt, was es mit der Hingabe auf sich hat und wann es darum geht, etwas zu verändern. Hingabe bezieht sich auf den Moment oder die Situation, so wie sie JETZT ist. Wenn Du gerade nicht in einer Beziehung bist, Dir jedoch von Herzen eine wünschst oder wenn Du gerade ohne Job bist, dann ist es der Widerstand in Bezug auf diese Situation, die das Leiden verursacht. Das so anzunehmen wie es gerade ist, darum geht es. Dann kannst Du selbstverständlich alles dafür tun, wenn dies möglich ist, um etwas dazu beizutragen, die Situation zu verändern. Dafür ist wiederum die Ausrichtung im Geist der Schlüssel. Doch das gleich.

Hingabe ist die schlichte Weisheit, Dich dem Fluss des Lebens anzuvertrauen, anstatt Dich ihm zu widersetzen.

Krieg kommt von kriegen (haben) wollen. Das ist der Beginn des inneren Krieges, des privaten und auch der große Krieg fängt damit an: Du möchtest etwas kriegen! Eine Beziehung, einen neuen Job, eine bessere Wohnung – das sind auch alles ganz natürliche Wünsche des Menschen. Doch wenn sie aus einem Mangelgefühl heraus entstehen, dass Du so wie Du bist, nicht in Ordnung bist, dann hat es immer etwas mit Zwang zu tun; und es folgt der Idee, dass es jemanden gibt, der etwas braucht, um vermeintlich glücklicher zu sein. Ein Bewusstsein, dass sich getrennt sieht vom Ganzen und so etwas wie ein Einheitsgefühl und Geborgenheit braucht. Es kämpft darum etwas zu kriegen: Besitz, Liebe oder Zuwendung.

Der Krieg im Außen beginnt immer erst als Krieg in Dir selbst!

Darum heißt es jetzt, in dieser herausfordernden Zeit, noch achtsamer zu sein mit den Kapriolen unseres Verstandes, denn das ist – neben dem Widerstand – die andere große Quelle für Leid.

Wenn Dich die Verzweiflung übermannt, dann hängt das meist damit zusammen, dass Du Dich mit der Enttäuschung, mit der Frustration – mit all dem, was vielleicht noch nicht so eingetreten ist, wie Du es Dir vorgestellt hat, identifizierst. (Nach dem Motto "Ich müsste doch schon ganz woanders oder viel weiter sein").

Was hier passiert und was wichtig ist, zu verstehen, ist, dass diese Gefühle in Verbindung mit dem Verstand eine GESCHICHTE konstruieren. Und das ist das eigentlich Schmerzhafte! Denn alte Geschichten schaffen auch eine „alte Zukunft“ und so wiederholen sich dieselben Dinge, vielleicht nur in anderem Gewand.

Entscheidend ist hier wirklich wachsam und achtsam mit Dir zu sein (mit Deinen Gedanken!) und wenn Du merkst, Du kletterst gerade wieder auf die Rutsche, ein klares, selbstverantwortliches (!) STOP zu setzen und Dich mit dem zu verbinden, was Du Dir wünscht. Und damit kommen wir zur Ausrichtung des Geistes – zu Deiner Selbstermächtigung.

Nimm’ Dir einen Zettel und beginn’ Dir zu notieren, was Du wirklich willst. Die Frage „Was will ich?“ ist entscheidend in der Selbsterforschung, denn die Antworten darauf schenken Dir Klarheit in Deinen Wünschen – den bewussten und den unbewussten (also auch den Motivationen, die hinter diesen Wünschen stehen, etwa mit der Frage „Was verspreche ich mir davon?“). Schenke Dir dafür verbindlich immer wieder mal ein bisschen Zeit in den nächsten Wochen. Und wenn Du das Gefühl hast, es fällt Dir leichter zu sagen, was Du nicht mehr willst, dann schreibe Dir diese konkreten Beispiele raus und formuliere daraus einen klaren Satz, WIE Du es möchtest. Und zwar aus tiefstem Herzen und nicht in einer Art „positive thinking“- Modus.

Vor allem geht es hier um eine innere und energetische Haltung. Es ist ein großer Unterschied, ob Du sagst „Ich will nicht mehr so ängstlich und schüchtern sein“, „Ich will nicht mehr alleine sein“, „Ich will mich nicht mehr bestimmen lassen“ oder ob Du Dich mit dem, was Du erleben möchtest, verbindest. Z.B. „Ich bin offen gegenüber anderen Menschen und liebevoll angenommen“, „Ich lebe in einer glücklichen, wahrhaften und nährenden Partnerschaft“, „Ich bin wertvoll und lebe meinen Reichtum in Anerkennung“.

Spürst Du den Unterschied? Das ist eine völlig andere Energie!

Indem Du Deine Wünsche für Dich konkretisierst (schwarz auf weiß!), hebst Du Dich selbst in ein anderes Energiefeld. Das hat nichts mit "spirituellem Wunschkonzert" zu tun, sondern damit, Dir und Deinem Leben Klarheit und Richtung zu geben. Und es ist etwas Anderes als von sich zu sagen „Ich bin Liebe und Licht“ und unterbewusst den ganzen Terror in sich zu tragen. Auch wenn Gegenwind auftritt, sich Menschen von Dir abwenden oder dergleichen – Du bleibst weiterhin ehrlich mit Dir. Das ist jetzt die Aufgabe und das Wichtigste. Es ist ok kraus zu sein oder quer. Es ist alles ok. Du bist vollkommen wie Du bist. Nur: Sei, wer Du bist!

Das ist das Geschenk dieser Zeit, aller Zeiten, in denen so Grundsätzliches passiert und die Welt einmal aus den Angeln genommen wird.

Und wenn Du Dich gerade fragst, ob Hingabe und Selbstermächtigung wirklich zusammengehen – sie tun es. Es ist die Präsenz im Sein, in Deinem Sein – was universell ist und dennoch in einem individuellen Charakter zum Ausdruck kommt.

Ich weiß, dies ist kein einfacher ETUP in diesem Monat und es ist mir bewusst, dass er bei einigen von Euch auf Widerstand stoßen wird. Doch wir sind alle nicht getrennt voneinander. Das, was ich schreibe, schreibe ich für mich wie für Dich. Für uns: Um uns zu erinnern. Immer wieder. Jetzt.

 

Ich wünsche Euch allen einen wundervollen Monat!                                             

 

In Liebe.

Tina. 

PS: Ich würde mich sehr freuen zu erfahren, was euch beim Lesen des ETUP bewegt. Berührt es etwas in deinem Leben? Schreibt und teilt gerne euren Kommentar, hier oder auf meiner Facebook Seite. Es ist auch für mich schön, auf diese Art mit euch allen in Verbindung zu sein! 

 

Für Informationen zu den Einzelsitzungen und Termine vor Ort, via Skype oder Telefon könnt ihr mich gerne anrufen mobil unter +49 179 4600153 oder ihr schreibt mir eine Email an mail@tinaguthknecht.com

Ich freue mich auf dich! 

 

TINA GUTHKNECHT
Intuitive Coach | Autorin

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