Energy Tune UP April 2016 – Der Raum hinter den Gedanken

(For the English version view separate blog entry.)

„Normalerweise“ habe ich den ETUP immer zum Anfang eines Monats veröffentlicht, doch in diesem April war alles anders!

Im Deutschen gibt es ja diesen Vers, den irgendwann – zumindest den ersten Satz – jedes Kind krähen kann. Er lautet:

 

„April, April, der weiß nicht was er will.
Mal Regen und mal Sonnenschein,
Dann schneit's auch wieder zwischendrein.
April, April, der weiß nicht was er will.

Nun seht, nun seht, wie es wieder stürmt und weht.
Und jetzt, oh weh, oh weh,
Da fällt auch dicker Schnee.
April, April, der weiß nicht was er will.“

 

Er umschreibt – im besten Sinne – die aktuelle Zeitqualität. Für viele, insbesondere die sehr Sensitiven unter euch, mag es sich anfühlen wie ein intensiver Tanz zwischen unterschiedlichen Bewusstseinsebenen. Wir, als Menschen, durchlaufen derzeit sehr grundlegende Veränderungen in allen Bereichen – physisch, emotional, mental und spirituell, so dass es kaum angemessen gewesen wäre, einen monatlichen Fokus zu beschreiben, vielmehr jedoch eine Zeitqualität. Nichts lässt sich mehr erzwingen, denn nichts ist, in letzter Konsequenz, in unserer eigenen Hand und unser ganzes Gedankenkarussell basiert im Grunde nur auf dieser Annahme. „Nichts wollen“ und nicht „nichts wollen“ ist das einfache, wenn auch sicherlich nicht immer leichte Geheimnis, um einverstanden zu sein mit dem, was ist.

Da ist die Leere, die sich einmal anfühlen kann als Nichts im Sinne von „sich selbst nicht fühlen können“, „abgeschnitten sein“, „nicht bei sich sein“ und all den negativen Emotionen und Gedankenzuständen, die damit zu tun haben. Und dann ist da wieder eine Leere, eine Stille, die gleichzeitig Alles ist – in der wir nichts vermissen, in der wir vollkommen sind, weil wir sind, was wir sind.

Das Schöne ist, es ist alles ok! Es ist alles bereits genauso wie es ist vollkommen angenommen und aufgefangen in der Leere – auch das Abgeschnittensein und der Kampf zuweilen. Es ist eine fixe Idee, dass wir uns verändern müssten, dass demzufolge etwas in oder an uns „falsch“ wäre. Ich – nicht nur ganz buchstäblich der Mittelteil des Wortes „Nichts“, sondern oder vor allem auch der wohl aufregendsten lebendigen Erfahrung!

Dieser Monat und die folgenden bis Anfang Sommer umschreiben diesen Tanz – und dabei die wesentliche Entscheidung auf was bzw. auf welche Seite wir uns einlassen. Auf die Seite des Egos und unsere alten Strukturen, die uns in unsere Gedankenstrudel und –spiralen verwickeln, in den Schmerz und die Negativität oder ob wir den tiefen, innigen Wunsch verspüren, einen inneren Ruf, der uns immer wieder dazu auffordert, auf das Dahinter zu schauen und uns damit zu verbinden – mit der Wahrheit, dem Frieden und der Liebe, die in dem Dahinter liegt und in diesem die Erfahrung zu machen, dass wir selbst DAS sind. Dies ist wirklich eine Übung und ein Weg, der über unsere Gefühle führt! Was ist tatsächlich hinter dem Schmerz? Dafür muss man sich ein bisschen Zeit nehmen, haben wir doch unsere Gefühle oft jahrzehntelang in der allerhintersten Ecke geparkt. Ein Gefühl bis zu seinem Ende zu erforschen, kann einen völlig neuen Raum eröffnen. Es nicht wegschieben zu wollen, sondern da sein zu lassen, ohne hineinzugehen oder sich damit zu identifizieren. Dann kann ein neues Gefühl kommen, und man schaut, was ist dahinter und dann kann ein anderes, weiteres Gefühl kommen und man schaut wiederum, was ist dahinter. Insbesondere bei den vermeintlich negativen Gefühlen wie Schmerz, Trauer, Angst, glaubt der Mensch oft, dass er sie nicht aushalten kann. Es ist wahrhaft ein ungewohntes Experiment sich darauf einzulassen – zu wissen, dass ich nicht wissen kann, was dabei herauskommt, wenn sich etwas löst. Es kann die Liebe selbst sein! Die meisten Albtraumszenarien finden ausschließlich in unserem Geist statt! Auf diese Art und Weise finden wir zurück zu unserem Ursprung! Das ist der Tanz und die Herausforderung, die sich jetzt und in den nächsten Wochen ganz stark zeigt und zeigen wird. Es bedarf nur eines immer achtsamen Daseins, ehrlichen Hinschauens und dem unbedingten Wunsch nach Wahrheit.

Das Entdecken der Schattenseiten, der negativen Stimmen in uns, ist für uns eine unglaubliche Chance – sie sind wie ein Kanal, ein Gefährt. Sie zeigen sich in unterschiedlichen Gewändern und sie zeigen sich immer wieder, mit dem einzigen Grund, dass sich unsere wahrhafte Präsenz immer dauerhafter offenbaren kann. Also wundert euch nicht, wenn ihr in dieser Zeit mitunter sehr stark, bis an eure Grenzen herausgefordert werdet, teilweise auch in Gefühlen oder bestimmten Erfahrungen, von denen ihr eigentlich die Nase voll habt oder gedacht habt, ihr habt sie bereits „hinter euch gelassen“. Das sind alles kleine Wachrüttler und es ist immer wieder die Entscheidung, wohin ich meine Aufmerksamkeit richte.

Es geht darum, hinein zu fühlen, in welcher Leere befinde ich mich gerade. Ist es eine Leere, die gleichzeitig Fülle ist, wo die Gedanken still sind und ich in der Präsenz des Seins bin – auch in meinem Tun! Stille und Präsenz bedeuten nicht, dass alles bewegungslos wäre oder man selbst passiv. Oder ist die Leere verbunden mit einer Form von inneren Leere, die nichts weiter ist als eine neue Einladung, noch tiefer in die Fülle hineinzufallen. Die Frage ist: Welcher Sache willst du mehr Raum geben in deinem Leben?

So lange es noch innere Blockaden und Abwehrmechanismen in uns gibt, erlauben wir uns noch nicht, dass dieses Licht (das kein Perfektionismus ist) vollkommen durch uns strahlt. Ein ganz entscheidender Punkt um uns selbst auf die Schliche zu kommen, ist die Motivation zu ergründen, aus der heraus ich etwas tue. D.h. hinter den Vorhang zu schauen und hinter die Bilder, die wir oft von uns selbst haben wie „ich bin so liebevoll“, „ich bin so zuvorkommend“, „ich bin so offen“. Wenn wir jedoch die Motivation überprüfen, aus der heraus wir etwas tun – z.B. „geliebt zu werden“, „umsorgt zu werden“, „gesehen zu werden“, etc. – dann kriegt das schon wieder eine ganz andere Bedeutung und Fahrtrichtung. Das sind sehr subtile Ebenen und es verlangt viel Ehrlichkeit und Innehalten, um diese in sich selbst zu erspüren. Denn alles, was aus dieser Motivation heraus geschieht, hat mit Ego zu tun. Der reinen Liebe, die wir sind, der geht es einfach um Hingabe an das, was ist. Es ist eine sehr lehrreiche Zeit und auch eine Zeit, die energetisch die vorangegangenen Monate wie eine Art bündelt und weiter, tiefer trägt.

Die tiefgreifenden Veränderungen des Bewusstseins gehen Hand in Hand mit ebenso tiefen Veränderungen des Energieniveaus und das ist etwas, was wir auch physisch ganz deutlich spüren können. Es kann vermehrt zu Reaktionen kommen, die teilweise unerklärlich sind und völlig unabhängig sein können von irgendwelchen tatsächlichen Befunden, z.B. plötzliches Übergeben müssen oder Magen-Darm-Verstimmungen. Das Wichtigste in diesen Tagen ist ganz viel ERDUNG! Körperliche Betätigung ist ganz entscheidend. Lass’ Dinge wie Yoga oder Laufen/Spazieren in der Natur deine essentiellen, regelmäßigen Begleiter werden. Schaffe dafür bewusst Raum in deinem Kalender. Dies sind Termine mit dir! Und sie sollten – unabhängig von der Zeit oder Dauer– mindestens einmal neben all den anderen auf der Tagesordnung stehen. Bei der Ernährung achte vor allem auf gesunde Nahrung, die erdet wie Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte oder Süßkartoffeln. Und – nicht zu guter Letzt – integriere kurze, einfache Atemübungen in deinen Tag! Drei tiefe Atemzüge in den Bauch mit Konzentration auf die Region um deinen Bauchnabel bringt bereits die Energie und den Fokus weg vom flatterhaften Geist in den Körper, die Präsenz, den Moment. Schnell, unkompliziert und sehr effektiv!

In diesem übergreifenden Sinne ist es ein Tanz! Wenn ich um diesen Tanz weiß, dann kann ich ihn auch mit anderer Achtsamkeit und Leichtigkeit tanzen, um nicht zu sagen in der Dankbarkeit eines erwachten oder erwachenden Bewusstseins erleben. Es ist nicht das Ziel, sondern der Weg, der uns leitet. Wenn wir bereit sind, geschehen zu lassen anstatt kontrollieren zu wollen, dann führt er in das vollkommene Einverstanden-SEIN und damit in die vollkommene Glückseligkeit und Fülle.

 

Jeder Gedanke ist eine Möglichkeit, ihn nicht weiterzudenken.
Jedes Gefühl ist eine Chance, nicht zu reagieren.
Jeder Augenblick ist eine Einladung, innezuhalten und die Geschichte zu beenden.

Was würde dann sein?
Was geschieht?
Was bleibt?

Finde es heraus!

 

Ich wünsche euch allen viele erfüllende Momente in der Berührung und Erfahrung eurer wahren, göttlichen Natur!

LOVE,
Tina.

 

TINA GUTHKNECHT  
Intuitive Coach | Persönliche Readings
Kontakt via pm hier

TINA GUTHKNECHT
Intuitive Coach | Autorin

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